Un poquito American Dream
Es war eine neue Erfahrung für den Chor. Die Festbühne am Eisi in Brugg war für die Technokonzerte mit viel Elektronik bestückt. Aber prompt gab es bei der Tonprobe ein Problem. Das mitgebrachte Elektropiano gab keinen Ton von sich. Nach etwa 20 Versuchen ersetzte der Tontechniker das Anschlusskabel. Zum Glück gab es dafür ein Ersatzkabel.
Zwei Proben waren notwendig: eine für die Sängerinnen und Sänger zur Abstimmung mit dem Piano, eine zweite für die Zuhörenden auf den etwa 25 m Meter entfernten Sitzbänken.
Unter der Leitung von Christine Pellegrini am Piano präsentierte der Chor ein zwanzigminütiges Programm mit neun modern-volkstümlichen Liedern. Es bot eine rassige Einleitung und ein ebensolcher Abschluss, dazwischen Lieder in witziger Mundart, andere etwas traurig, andere wieder tröstlich, aber auch solche mit wunderschönem Weltgefühl wie ein amerikanischer Traum. Schätzungsweise fünfzig Zufallsgäste klatschten verhalten bis begeistert.
Es war ein bestens passender Mix an diesem heissen Sonntagnachmittag. Nicht optimal war dagegen der eingestellte Sound. Die Akustik einer Technobühne im Freien eignet sich nicht so gut für einen traditionellen Chor, oder umgekehrt. Aber was soll’s, unser Erlebnis auf der Bühne war grossartig, es wird uns lange in Erinnerung bleiben. (Text hph)
